DAS AKTIONSBÜNDNIS

Begegnungsfest Much

Grundsatz

Das Begegnungsfest Much orientiert sich am Grundsatz einer inklusiven Gesellschaft. Eine Gesellschaft, in der jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben oder teilzunehmen. Unterschiede und Abweichungen werden im Rahmen der sozialen Inklusion bewusst wahrgenommen, aber in ihrer Bedeutung eingeschränkt oder gar aufgehoben. Ihr Vorhandensein wird von der Gesellschaft weder in Frage gestellt noch als Besonderheit gesehen. Das Recht zur Teilhabe wird sozialethisch begründet und bezieht sich auf sämtliche Lebensbereiche, in denen sich alle barrierefrei bewegen können sollen.

Inklusion beschreibt dabei die Gleichwertigkeit eines Individuums, ohne dass dabei „Normalität“ vorausgesetzt wird. Normal ist vielmehr die Vielfalt, das Vorhandensein von Unterschieden. Die einzelne Person ist nicht mehr gezwungen, für sie nicht erreichbare Normen zu erfüllen, vielmehr ist es die Gesellschaft, die Strukturen schafft, in denen sich Personen mit Besonderheiten einbringen und auf die ihnen eigene Art wertvolle Leistungen erbringen können. Ein Beispiel für Barrierefreiheit ist, jedes Gebäude rollstuhlgerecht zu gestalten. Aber auch Barrieren im übertragenen Sinn können abgebaut werden.

Zielsetzung

Ziel des Begegnungsfestes Much ist es Raum zu schaffen für Begegnung, offenes Miteinander, Aufeinanderzugehen, Kontakt und friedliche Interaktion jedweder Art zwischen Menschen aller Art. Merkmale der Individuen wie Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion, Kultur, körperliche oder geistige Besonderheiten sollen dabei nicht unbeachtet bleiben oder übergangen werden, genauso wenig aber sollen diese Merkmale in irgendeiner Art Barrieren oder gar Grenzen schaffen oder auch nur die Teilhabe erschweren. Das Begegnungsfest soll einmal im Jahr eine Plattform für eine inklusive Gesellschaft wenigstens auf Zeit bieten und das Ideal des Begegnungsfestes während dieser Zeit wahr werden lassen. Insbesondere soll hiermit auch möglichem Argwohn und der Ausprägung von Distanzen oder gar Parallelgesellschaften in Much im Zusammenhang mit dem vermehrten Zuzug von Geflüchteten seit 2015 entgegengewirkt werden und Anreiz für inklusive Entwicklung geschaffen werden.

Bürgermeister Norbert Büscher mit Liz Sanders-Hauer.

Historie

Im Jahre 2015 hatten Grüne Frauen aus Much die Idee, ein Willkommensfest für Geflüchtete zu veranstalten, um in Anbetracht des erwarteten vermehrten Zuzuges ein Zeichen für Integration zu setzen. Federführend war hierbei Liz Sanders-Hauer. Das Fest sollte im Eichhof stattfinden. Weil gerade im Eichhof Integration groß geschrieben wird, wurde schon vor dem Fest aus einem Willkommensfest für Flüchtlinge ein Begegnungsfest für alle Mucher, sollte heißen, ganz gleich ob Geflüchtete*r, alt eingesessene*r Mucher Bürger*innen, ohne oder mit Behinderung, jede*r sollte willkommen sein. Über die Flüchtlingshilfe Much konnten viele Helfer*innen gewonnen werden und der Bürgermeister übernahm die Schirmherrschaft (bis heute). Alle sind weiterhin aktiv, auch die Politik mit den lokalen Verbänden von SPD, CDU und Grünen.